radlager, Westbahnstraße 16, 1070 Wien

von Dave am 13. Juli 2012

in 7. Bezirk, Genießen

radlager, Westbahnstraße 16, 1070 Wien

radlager, Wien

Nein, das ist kein Irrtum! Ja, das radlager ist eigentlich ein Fahrradgeschäft, wobei der Begriff “Fahrradgeschäft” ein Euphemismus wäre. Der Besitzer, Markus Böhm, bietet hier edle italienische Rennräder und Artikel darum herum an. Und zu den Artikeln “darum herum” gehört eben auch bester italienischer Espresso aus einer Faema E61. Auch hier ist wieder das Phänomen zu beobachten, dass kein Schild außen auf das aufmerksam macht, was sich drinnen abspielt. Per Zufall gerät man also eher nicht hierher. Aber ich hatte ja meine Tipps aus dem Kaffee-Netz (hier und hier) und von dreitehabee. Schon als Fahradgeschäft ist das radlager sehenswert, zum echten Schmuckstück wird das Etablissement jedoch durch die bereits erwähnte E61.

Espresso Passalaqua Harem im radlager, Wien

Passalaqua Harem

Der Kaffee, der zum Ausschank gelangt, ist ein neapolitanischer Passalacqua Harem. Die Zubereitung ist nicht zu beanstanden, doch nun zum Geschmack: Das war wirklich ein außergewöhnliches Erlebnis in Wien! Ganz und gar nicht “3rd Wave”, sondern bodenständige, italienische Tradition, und zwar vom Feinsten! Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen solch schokoladigen Espresso in der Tasse gahabt zu haben! Wer in Wien einen richtig guten italienischen Espresso trinken will, der sollte dem radlager unbedingt einen Besuch abstatten!

Mein Fazit: unbedingt probieren!

» radlager.at

{ 2 Kommentare }

Ben 13. Juli 2012 um 14:44

Der Kaffee im Radlager soll ja echt super sein, das hört man immer wieder. Ich persönlich habe ihn noch nie probiert, da die E61 im Radlager eine der ungepflegtesten, dreckigsten Maschinen in der Stadt ist.

Abgesehen davon ist das Radlager für unseriöse Geschäftspraktiken bekannt und daher nicht sonderlich unterstützenswert.

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Dave 13. Juli 2012 um 16:49

Nun ja, ich wollte kein Rennrad kaufen, sondern nur einen Espresso trinken. Dabei kam ich mir nicht übervorteilt vor, die Geschäftspraktiken in Bezug auf den Espressoausschank kann ich also nicht als unseriös bezeichnen.

Was die Hygiene betrifft, so schien sich mir der Laden insgesamt nicht gerade um den Sagrotan Award zu bewerben. Aber auch in Bezug darauf habe ich schon wesentlich Schlimmeres gesehen. Also: Nur Mut! Mir ist der Espresso ausgezeichnet bekommen!

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