Der zweite Röstvorgang

von Dave am 23. Juli 2012

in Rösten

Ergebnis des zweiten Röstvorgangs

Ergebnis 2. Röstvorgang

Am Freitagabend habe ich den zweiten Röstvorgang absolviert. Um nicht zu viele Parameter gegenüber dem ersten Mal zu ändern, habe ich wieder den India Monsooned Malabar Asia Elephant AA Bibi Plantation geröstet, wieder eine Menge von 100 g. Und wieder habe ich in zwei Phasen geröstet, also einen Double Roast.

In Phase 1 habe ich keine Veränderung vorgenommen, also wieder zunächst die Röstkammer auf 180°C vorgeheizt, dann die Bohnen 9 Minuten auf dieser Temperatur geröstet. Dann eine halbe Stunde abkühlen lassen. Danach die Röstkammer auf 245°C (statt 250°C wie beim ersten Röstvorgang) vogeheizt und auf dieser Temperatur 10 Minuten (statt 11,5 wie beim ersten Mal) und danch noch einmal 3 Minuten (statt 4,5 wie beim ersten Mal) auf 210°C geröstet. Insgesamt habe ich in Phase 2 sowohl die Dauer als auch die erste, heiße Temperatur etwas reduziert.

Ergebnis: Optik und Einbrand

Das Ergebnis unterschied sich bereits optisch (siehe Foto) von dem des ersten Röstvorgangs: Die Bohnen waren nicht so dunkel und glänzten auch nicht ganz so stark. Ich würde den Röstgrad, vor allem weil die Bohnen immer noch relativ stark glänzen, als “Light French” bezeichnen. Somit sind sie gegenüber der Empfehlung auf der Verpackung des Rohkaffees (City++ bis Full City) immer noch etwas zu stark geröstet.

Das Gewicht nach dem Röstvorgang betrug 82,0 g, das entspricht einem Einbrand von 18,0%, also hier auch deutlich weniger als beim ersten Mal (21,6%).

Ergebnis: Geschmack

Am Samstagmorgen, 14 Stunden nach dem Rösten, habe ich zum ersten Mal probiert. Und siehe da: Das Ergebnis war schon erheblich besser als bei der ersten Charge: Die Crema war zwar immer noch nicht sehr dick, aber doch deutlich dichter als beim Vorgängerversuch. Auch die Tasse war zwar noch etwas dünn, aber bereits erheblich intensiver als vor drei Wochen.

Weitere 24 Stunden, also nach insgesamt 38 Stunden, hatte sich das Ergebnis dann noch einmal ein wenig verbessert: Insgesamt war bereits gut das weiche und runde Aroma des Malabars zu schmecken. Da diese Sorte sowieso genuin einen sehr niedrigen Säuregehalt hat, ist es tatsächlich zu empfehlen, hier die Röstdauer noch weiter zu verkürzen.

Immerhin hatte ich Lust, von diesem Espresso einige Tassen zu trinken. Ich bin also auf dem richtigen Weg. Hurra!

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